Der Winter hat Hamburg mit eisigen Temperaturen fest im Griff und mich hat es mit einer Erkältung voll erwischt. Nun liege ich hier im Bett, trinke meinen Salbeitee und eigentlich passt sich das ganz gut. Seit heute gibt es nämlich die neue Reihe Bau den Millennium Falcon, von DeAgostini im gut sortierten Zeitschriftenhandel. Der ein oder andere hat bestimmt schon darüber im Internet gelesen oder ihn sogar in der Werbung gesehen – ansonsten hier Bitteschön.

Also kurzerhand aus dem Bett gequält, ab zum Edeka, neue Hustenbonbons geschnappt und gleich noch die erste Ausgabe mitgenommen. Neben den ersten Bauteilen, gibt es noch ein Magazin, dass künftig jeder Ausgabe beiliegt und Hintergrundinfos zum Falcon enthält. Außerdem eine kleine Einführung in die Reihe sowie ein Bauplan im Maßstab 1:1, der mich nachdem ich ihn voll entfaltet habe echt umgehauen hat. Erst jetzt wird einem so richtig klar wie gigantisch das Modell wird. Mit einer Länge von rund 80cm, steht der Bausatz in seiner Größe dem Original Studio Modell aus Das Imperium schlägt zurück in nichts nach.

Auf dem ersten Blick sehen die Bauteile, meinem empfinden nach, sauber verarbeitet aus und weisen einen hohen Detailgrad auf – inwieweit man das bis jetzt beurteilen kann. Einzig die Rückwand des Cockpit’s, deren Bordinstrumente auf einen Aufkleber gedruckt sind, könnte für ein Modell dieser Größe etwas besser sein. Dort kann man aber wenn man mag und es sich zutraut, auf jeden Fall selbst noch einmal Hand anlegen und nachbessern.

Hierfür hat das Internet bereits eine passende Lösung parat. Bei Shapeways gibt es bereits eine ganze Reihe 3D gedruckter Bauteile – unter anderem ein Cockpit – um das Modell zu supern. Selbst einen beleuchteten Dejarikk Spieltisch gibt es dort. Erstaunlich was man dort alles findet, allerdings auch ein Wahnsinn was man dabei investieren kann.

Da komme ich auch schon zu dem Punkt, der mich etwas zum nachdenken bringt. Mit erscheinen von Ausgabe zwei wird der unverbindliche Kennenlernpreis von 3,99 Euro auf 11,99 Euro angehoben. Bei rund 100 Ausgaben die im wöchentlichen Rhythmus erscheinen, kostet der ganze Spaß dann rund 1.200 Euro. Zusätzlich dem was man noch an Farbe und Material ausgeben möchte kommt man bestimmt schnell auf 1.500 Euro. Klar, auf zwei Jahre verteilt ist das alles vertretbar und auch immer noch bedeutend günstiger als das fertige Modell von Master Replicas aber halt auch nicht ganz ohne. Ob der Bausatz in einigen Jahren dann für mehr Geld gehandelt wird, hängt dann letztlich mit den Fähigkeiten des jeweiligen Modellbauer zusammen. Ich selbst schrecke vor dem Bau nicht zurück, eine wirklich astreine Bemalung mit realistischen Weathering hat es aber echt in sich.

Bis zum Erscheinen von Ausgabe 2 ist es ja noch etwas Zeit und bis dahin hadere ich mit mir ob ich in die Reihe einsteige oder nicht. Obwohl das Bauen muss echt mal richtig spaßig sein und das Beste habe ich noch gar nicht erwähnt.

Eine bewegliche Rampe! Wie cool ist das denn? Um ehrlich zu sein, das könnte ich mir den ganzen Tag anschauen. Allein das sollte schon Kaufgrund genug sein.