In dieser Woche erscheint Ausgabe 71 von Bau den Millennium Falcon und das bedeutet, uns fehlen nur noch 29 weitere Ausgaben. Ich erinnere mich noch zu gut. als ich im vergangenen Jahr über die erste Ausgabe schrieb und noch mit mir haderte ob ich einsteige oder es lieber sein lassen sollte. Schließlich ging es um eine Investition von rund 1.200,00 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Dabei ging es mir gar nicht mal so sehr um das viele Geld, sondern vielmehr um den Zeitspanne und die Zeit die ich effektiv in dieses Projekt investieren würde. Halte ich das durch? Wird mir das am Ende doch zu viel? Um ehrlich zu sein, hat mich das schon ein wenig beschäftigt.

Letztlich fiel dann aber der Entschluss „Du machst das“ und tust damit das richtige. Fast zwei Jahre später kann ich behaupten, die Entscheidung war richtig und der Millennium Falcon von DeAgostini ist es definitiv wert. Schaut man sich die zahlreichen Bauberichte in den einschlägigen Facebook Gruppen und Modellbau Foren an, merkt man schnell, viele sehen die Sache wie ich.

Spätestens seit dem ich dann den Falcon auf der Star Wars Celebration Europe am Stand von DeAgostini gesehen habe, war ich dann vollends begeistert.

 

Bis jetzt sind bereits dutzende schöne Projekte innerhalb der Community zu Stande gekommen, die zeigen wie viel Leidenschaft einige in ihren Millennium Falcon investieren. Unzähliges Zubehör wie Ätzteile, Folien oder komplette Resin-Kits wurden hergestellt und in Kleinstserien herausgebracht, dass man sagen könnte, dass schon eine richtige Industrie um den Millennium Falcon entstanden ist. Ist das nicht großartig? Da herrscht eine Hilfsbereitschaft, Erfahrungen werden ausgetauscht, man schickt sich gegenseitig einzelne Teile zu. Manchmal macht das ein wenig sprachlos vor Begeisterung.

Let’s Build the Millennium Falcon
Jedenfalls dachte ich mir bei all den Bauberichten die ich täglich verfolge, dass es ein guter Zeitpunkt wäre selbst mit dem Bau zu beginnen. Irgendwann muss man ja mal anfangen und so langsam juckt es mir auch in den Fingern.

Wie lege ich los? Nun, wie schon in meinen anderen Let’s Builds zu sehen, gehe ich recht theoretisch an meine Modelle ran. Welche Farben nehme ich? Auf welche Techniken greife ich zurück? Mit welchem Zubehör werte ich den Millennium Falcon auf? Vielleicht bin ich da etwas zu verkopft aber bei einem Bausatz dieser Größe und letztlich auch der Summe die ich investiere, will ich es ganz genau haben.

Um mich etwas besser zu sortieren, habe ich angefangen mir ein kleinen Plan auszuarbeiten. Im einzelnen kommen mir da folgende Punkte in den Sinn:

Liste aufstellen der benötigten Zubehörteile
Auswahl der Farben und Technik
Beginn mit dem Bau der Rahmenkonstruktion
Planung der Beleuchtung
Weitere technische Spielereien
Klingt jetzt erst einmal nicht nach so viel Arbeit, wird mich aber wohl doch das ein oder andere Wochenende kosten. Allerdings habe ich schon ein paar Dinge ausprobiert.

Panel Line Shading versus Black Basing
Zu den Dingen die ich bereits Testweise versucht habe gehört die Bemalung. Bislang zwar nur der Grundanstrich ohne Weathering aber für mich gehört die Grundierung mit zu den wichtigsten Schritten.

Dabei entschied ich, nach einigen Überlegungen, die Black Basing Technik anzuwenden. Im Grunde ist es eigentlich gar keine richtige Technik. Vielmehr ist es eine Form der Grundierung – also doch wohl irgendwie eine Technik. Wie auch immer.

Da das alles doch ein wenig komplexer ist, würde ich darauf in den nächsten Teilen genauer eingehen. Ein paar Vorschaubilder habe ich aber dennoch.

Als erstes grundiere ich mittels dem One Shot Primer von Ammo – weltbester Primer überhaupt! Diesen trage ich mit meiner Harder & Steenbeck Ultra und einer 0.4mm Düse auf und lasse ihn 24 bis 48 Stunden trocknen.

Darauf sprühe ich dann mit der 0.2mm Düse sehr feine Linien, die ineinander laufen. Die Farbe verdünne ich dabei im Verhältnis 1:1 mit dem Transparator von Ammo und ein paar Tropfen Acrylic Thinner um den Flow zu verbessern.

Nach einer gewissen Zeit entsteht ein „wolkiges“ Farbbild. Wie auf dem Foto zu sehen habe ich außerdem Testweise die Panel Lines ausgespart.

Im nächsten Step hebe ich hervortretende Details mit reinem Weiß hervor. Dafür nehme ich das Washable Black von Ammo, da man dieses im Zweifel mit etwas Wasser wieder entfernen kann.

Letztlich sprühe ich dann die eigentliche Grundfarbe, verdünnt mit Transparator, in sehr dünnen Schichten auf die Oberfläche. Hier nehme ich übrigens wieder die 0.4mm Düse.

Wie immer gilt hier, unbedingt in dünnen Farbschichten arbeiten. Zu wenige Schichten ergeben meist eine ungleichmäßige Oberfläche und überdecken die Vorschattierung – nicht schön.

Nachdem einem anschließenden Auftrag von mehreren, dünnen Schichten Klarlack, kann man mit dem Weathering beginnen. Hier bin ich aktuell noch am experimentieren mit Filtern, Pigmenten und anderen Weathering Produkten. Doch dazu demnächst mehr.

Schaut in der Zwischenzeit doch in der DeAgostini Facebook Gruppe vorbei und folgt mir bei Facebook.